| Kulinarisches zu Halloween |
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Wenn's um's Essen geht, können Sie Halloween von zwei
Seiten her angehen:
Da gibt`s die traditionelle Auffassung, sozusagen todernstes Kochen zu
Halloween, konkret: Der Kürbis und noch Althergebrachteres im Mittelpunkt
(Allein der Gedanke stimmt manche Leute bereits traurig).
Sie können es aber auch schrill auffassen, Halloween-Junkfood bereiten und den
Himbeersaft (wahlweise auch Campari mit Minzlikör) nur so fließen lassen.
Natürlich können Sie auch mischen: Also etwa eine pikante Kürbissuppe mit
Himbeersaft verfeinern - na ja, bleiben wir ernst: Mit Kürbis können Sie Ihre Gäste
nähren und mit Halloween-Junkfood schrecken (aber nicht verwechseln!).
Bevor Sie nach den Rezepten schauen (oder zumindest, bevor
Sie diese anwenden), lassen Sie erst Ihre eigene Phantasie schweifen:
Was ...
Die Dinger sind auf eine seltsame Art glitschig,
haben eine grausige Farbe und man kann auch was reinstecken und raushängen
lassen.
Beachten Sie allerdings, dass Lychees frisch sein sollten, sie werden sonst sehr
schnell alkoholhältig (und zwar gewaltig) und sind bald darauf hinüber. Bei
Dosenlychees besteht diese Gefahr nicht und sie sind bereits ausgehöhlt.
Rund, grün mit rot und leicht wo (rein-) raufzustecken - diese Oliven geben wunderbar gruselige Augen ab. Überdies passen Oliven geschmacklich zu allem Möglichen (sofern nicht süss).
Sind immer ein heisser Tipp, leicht drapierbar, können überall raushängen und sind die Wurmimitation schlechthin - insbesondere, wenn Sie noch mit ein bisschen Farbe darübergehen. Wenn Sie Lebensmittelfarbe nicht mögen: mitgekochter Curry färbt gelblich, Ketchup rötlich und Pesto grünlich. Ausserdem gibt's, glaube ich, farbige Spaghetti.
Wurmimitationen (wie Spaghetti), als Zugabe bei Süssem. Der große Vorteil: Gibt's in grausigen Farben und müssen nicht erst gekocht werden.
Das schlauchartige Aussehen der Maccaroni prädestiniert sie für die Simulation von allen möglichen Arten von Eingeweiden, Blutgefäßen und so.
Oder Ähnliches sollten Sie schon jetzt beim Lesen (und auch später beim Zubereiten) bereithalten, falls Ihr Magen etwas sensibel ist :-)
Ist immer gut, ein echtes Allroundmaterial, lässt sich grauslich färben (Gelee ist's häufig schon) und gut formen. Kann man auch alles mögliche reinstecken und raushängen lassen.
Gut geeignet für alles, das Insektenbeine oder Stacheln darstellen soll. Die Knicke könnten Sie mit Kaugummi (wüüürg!) oder ähnlichem verbinden.
Lässt sich leicht teilen und formen, gut geeignet fürs Dekorieren.
Gut verteilt kann man damit allen Oberflächen ein gewisses pelziges Flair vermitteln.
Die Maden-Simulation schlechthin - sowohl in Masse (in der richtigen Umgebung), als auch einzeln verstreut, sieht Milchreis eklig madig aus.
Schaut irgendwie nach kleinem Getier und überhaupt grausig aus, wenn man die Kaviarkörner verstreut bzw. dazwischenmengt.
Das ist der große orangefarbene. Schaut schon glitschig aus und auch die etwas fahle, orange-rosa bis rötliche Farbe ist nicht gerade appetitlich (wenn man nicht weiss, was es ist oder vielleicht gerade deshalb) und erinnert an Larven.
Das an sich lecker aussehende Bisquit ist gut saugfähig und zerfällt auch nicht sofort, wenn man es mit Flüssigkeit tränkt (es wird pappig). Damit können Sie (je nach Farbe der Flüssigkeit) verschiedenfarbiges, formbares Basismaterial für alles Mögliche schaffen.
Die nicht unbedingt zu unserem heimischen Speiseplan gehörige Masse ist auch leicht formbar, insbesondere alles, was kugelförmig ist, wie etwa Köpfe lässt sich mit Marshmallows gut darstellen. Ob sie genießbar sind, müssen Sie selbst entscheiden...
Jaaaa! Gut verteilt kann Zuckerwatte so herrlich tun, als wäre sie eine absolut eklige Spinnwebe. Und klebt auch so.
Ist halt fraglich, ob Sie welche verwenden wollen. Gehen
Sie höchst sparsam damit um, überdosiert schafft es ungewollt grausige Effekte
und schmeckt auch grausam. Es ist sicherlich zünftiger, sich Gedanken über den
Einsatz von Ketchup/Himbeersaft und anderer, hier schon genannter Materialien zu
machen.
Egal, wie gut Ihre gruslinarischen Ideen oder Rezepte auch
sein mögen: Bei heller Beleuchtung und in normalem Rahmen wird alles prosaisch
und nüchtern aussehen.
Und in Lychees gesteckte Paprika-Oliven werden nicht aussehen, wie die grausigen
Augäpfel eines vermutlich noch grausigeren Unwesen, sie werden aussehen wie
Lychees mit Paprika-Oliven.
Nervös flackerndes Kerzenlicht oder rötliche/grünliche Beleuchtung hingegen
lassen auch den leckersten Schweinsbraten schon etwas unheimlich aussehen und
wenn dann noch gar die Konturen des Milchreises von schauerlichem Licht
nachgezeichnet werden - also madiger gehts wirklich nicht!
Zum Thema Dekoration haben wir einen eigenen Beitrag - aber sicherlich fällt
Ihnen da auch einiges ein. Am meisten Spaß machen immer noch die Ideen, die man
selber gehabt hat.
Paprika-Oliven in Lychees gesteckt geben herrlich böse
schauende Augäpfel ab. Wird allerdings eher dekorativen Zwecken dienen, die
Geschmacksmischung ist vermutlich nicht jedermanns Sache.
Etwas weniger böse schauen die Dinger, wenn Sie Weintrauben (am besten die
kleinen kernlosen) verwenden, dafür schmeckt's besser...
Als Unterlage vergießen Sie ein wenig Himbeersaft, oder rote Grütze oder ...
Hauptsache ROT ist's und süß.
Dafür sind nicht einmal besondere Kochkünste notwendig -
kleine Pizzen mit einer Grundauflage (Tomatenmasse) sind preiswert erhältlich.
Das Schöne an einer Pizza: Sie ist flach. Und auf dieser Fläche lässt sich
leicht etwas Gruseliges hinzaubern - mit Oliven, Paprika, Zwiebeln, Pizzasauce,
Ketchup, Maiskölbchen, Schinken/Speck usw. lassen sich nun allerlei
Spuk-Gestalten und Symbole des Grauens auf die Pizzafläche zaubern.
Empfehlenswert sind auch Auberginen/Melanzani wegen der glänzend dunklen Farbe.
Verwenden Sie entweder Pudding oder gefärbtes Bisquit (müssen ja nicht unbedingt Lebensmittelfarben sein). Stecken Sie Lakritzschnüre oder Spagetti (ebenfalls farbig) in die Masse. Schokoraspel verleiht der Oberfläche noch etwas mehr grausliches Aussehen.
Bringen Sie entsprechende Vertiefungen an den Äpfeln an, die ein möglichst grausiges Gesicht abgeben sollen. Zur Geschmacksverbesserung können Sie natürlich auch den Apfel ein wenig aushöhlen (aber nicht zu sehr, um die anderen Vertiefungen nicht zu stören) und mit Marmelade o.ä. füllen. Nach dem Braten (und etwas Auskühlen) füllen Sie die Vertiefungen mit möglichst hellem Material (Marshmallowstücke, Marzipan) und klarerweise dürfen auch Würmer aus dem Gruselkopf herausschauen.
Halloween RezepteEinen jener billigen Massen-Plastikhandschuhe mit (gefärbtem?)
Wasser füllen, abbinden und in's Gefrierfach damit. Wenn's dann gefroren ist, lösen
Sie den Handschuh ab und Sie haben ein eiskaltes Händchen für jedermanns
Genick - oops, wir sind bei den Rezepten - für die Bowle natürlich oder zum
drapieren von allem, das Wasser verträgt.
Wenn Sie es besonders real machen wollen, können Sie den Handschuh zum
Gefrieren derart auf eine Unterlage legen, dass sich gebogene Finger ergeben (im
Genick wirkt's dann noch natürlicher...)
Nehmen Sie enthäutete Wiener/Frankfurter/Hot-Dog-Würstchen und schneiden Sie diese in dünne Längsstreifen (4-5mm Breite). Damit haben Sie sehr real aussehende Würmer, die prächtig zur Geltung kommen, wenn sie etwas wild durcheinander auf Toast, Semmeln/Brötchen u.ä. gelegt werden. Sie können die Wirkung noch unterstreichen, indem Sie die Würmer aus etwas Krautsalat oder Zwiebeln herausschauen lassen, ein paar Kaviarersatz-Körner dazwischenstreuen, mit Paprikaoliven oder einem Auge des Bösen (siehe oben) garnieren. Auch hier gilt: Jede Idee zulässig.
Das Hot-Dog, in das jeder nur ungern beisst ...
Nehmen Sie ein Hot-Dog-Gebäck und schneiden Sie den vorderen Teil ab. Dann
bohren Sie ein Loch (für das Würstchen). Bislang also ganz normal.
Formen Sie jetzt das Maul eines Ungeheuers (ein Einschnitt, etwas abgerundet).
Hinter dem Maul können Sie die nun schon legendären Paprika-Oliven in je eine
Vertiefung stecken - als Augen.
Beim gekochten Würstchen kappen Sie an der Spitze eine kleine Fläche weg - das
wird ein Nagelbett.
Formen Sie jetzt aus einer Zwiebelschicht etwas, das wie ein Fingernagel
aussieht und lassen Sie an der gegenüberliegenden Seite ein Spitze stehen.
Diese Spitze schieben Sie jetzt unter die Wursthaut, damit der Fingernagel auch
schön steckt.
Jetzt können Sie das Würstchen in das Gebäck - pardon: in das Maul des
Ungeheuers schieben (nachdem Sie vorher wie üblich Senf, Ketchup u.ä.
Gemeinheiten eingefüllt haben).
Damit das fingerverzehrende Ungeheuer noch schrecklicher aussieht, können Sie
aus der Zwiebelschale noch kleine Karos formen und als spitze Zähne ins geöffnete
Maul bohren (wo eben noch Platz ist).
Wenn Sie jetzt noch etwas Ketchup aus dem blutrünstigen Maul tropfen lassen,
bleibt Ihnen sicherlich jede Menge über für Halloween 2001 (dann haben Sie
weniger Arbeit und es bleibt Ihnen wieder was für 2002 usw.)
Halloween Rezepte
Ameisen am Stamm
Kaum mehr zu steigern ist das Grauen mit diesem Rezept:
Nehmen Sie einige Sellerie-Stangen und halbieren Sie diese der Länge nach. Füllen
Sie jetzt Erdnussbutter in die Selleriehälften und streuen Sie Rosinen darüber.
Es handelt sich dabei um ein Rezept für Kinder, es könnte deshalb sein, dass
Sie sich Probleme mit der Behörde einhandeln ...
Habt ihr noch mehr Rezepte, dann schreibt mir bitte: 