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Rezepte für Halloween Colcannon, Kürbis und Co.: |
Der Kürbis ist ja ein amerikanisches Gemüse und wurde
erst von Kolumbus nach Europa gebracht. Und hier wurde er in der Beliebtheit von
einem anderen, ebenfalls durch den regen Entdecker übermittelten Gemüse bei
weitem übertrumpft: Der Kartoffel.
Es ist deshalb auch wenig verwunderlich, dass das irische Festtagsgericht für
Halloween aus Kartoffeln und Heimischem (Kohl) besteht.
Wenn Sie gleich zu den Kürbisrezepten wollen.
Als Basis für Colcannon benötigen Sie Kartoffeln
und Kohl (etwa im Gewichtsverhältnis 1:1), ein paar Esslöffel gehackte Frühlingszwiebel,
Butter und Milch (nach Bedarf).
Auch wenn Colcannon früher Hauptspeise war, wird man es
heute eher als Beilage verwenden - klarerweise nur zu Fleischspeisen, die selbst
sehr gehaltvollen Geschmack haben (Filets Mignon würden ein wenig zurückgedrängt
erscheinen...)
Sehr geeignet als Beilage ist Colcannon auch für gehaltvolle, gebratene Würste
und - schließlich sind wir kulinarisch ja noch immer in Irland - für Black
Pudding.
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Keine Sorge - es ist schlicht nur eine Blutwurst (auch
Blunz'n genannt), die hier mit einem weniger martialischen Namen versehen wurde.
Und die müssen Sie auch nicht selbst machen (es sei denn, Sie haben den
entsprechenden Beruf gelernt), die kaufen Sie einfach.
Und da hätten wir auch gleich wieder eine kleine Überleitung zum
Schabernack-Futter:
Wenn Sie die Blutwurst beim Braten nicht in Scheiben belassen, sondern ebenfalls
breiig zerteilen, dann bekommen Sie eine Masse, die sich - mit entsprechend
kreativer Dekoration - würdevoll in die Gilde der Grusel-Futter einordnen lässt.
Eine Alternative zum Colcannon und sicherlich die noch
traditionellere, denn Äpfel gab es immer schon in Europa. Und weil es
verschiedenste Sorten von Äpfeln über sehr lange Zeit im Jahr gibt, haben sie
schon in frühesten Zeiten eine große Rolle in der Küche der
herbst/winterlichen Monate gespielt, so auch zu Samhain/Halloween.
Für die Apfel/Kohl Mischung benötigen Sie eben diese beiden (1:1,
eventuell etwas mehr Kohl, wenn die Äpfel sehr intensiv schmecken). Dazu kommen
noch: Normaler Zwiebel und etwas Speck.
Da wir
a) nun schon wissen, dass Äpfel hohe Halloween Tradition haben und
b) vielleicht auch noch eine Nachspeise benötigen,
zwingt sich dieses Gericht aus Äpfeln und Kartoffeln (irisch Pratie )
geradezu auf.
*) Bei 20cm: Minus ca. 1/3, Bei 30cm: Plus ca. 1/2
Im Grunde ist dieses traditionelle irische Süßgebäck
nicht viel anderes als ein Rosinenbrötchen. Barm heisst Hefe und Brack so etwas
wie Süßes Brot.
Barmbrack wäre nicht einmal besonders charakteristisch für die irische Küche,
wäre mit dem unschuldigen Kuchen nicht ein folgenschwerer Brauch verbunden:
Prophezeiungen zu Halloween.
Je nachdem, wer welchen Gegenstand aus seinem Stück des Barmbrack herausholt,
den erwartet im nächsten Jahr unterschiedliches: Ein Stück Stoff etwa symbolisierte
Armut, ein Ring Heirat, eine Bohne (männlich) oder Erbse (weiblich) bedeutet
unverheiratet bleiben etc.
Wenn Sie also zu Halloween auch dem Schicksal in die Karten blicken möchten
(und vielleicht noch Ihre Kreativität spielen lassen, was die Symbole anlangt),
müssen Sie zuerst einen Barmbrack backen.
(Mehr Info finden Sie unter Samhain)
Sie brauchen dazu einmal eine runde Backform (etwa 30cm),
sowie Mehl, Hefe/Germ, Zucker, Milch, Butter, Eier, Salz und Rosinen.
Da wir uns nun schon in Irland bewegen, möchten wir Ihnen
noch ein paar Tipps für die Irische Küche auch ausserhalb Halloweens geben.
Neben dem Genannten gibt es noch ein paar für Irland besonders typische
Gerichte: (klicken Sie die Speisen an, um zu einem Rezept zu gelangen)
Coddle
(eine Speck-Kartoffel-Mischung mit gebratenen Würsten), Gammon
(Räucherschinken/Rezept englisch), Irish
Stew (Hammelfleisch mit Kohl und Kartoffeln), Kartoffel-Lauch-Suppe,
Tea Brack (Teekuchen).
Für Tea Brack verwenden Sie das Hefe-/Germteig-Rezept von Brambrack und
fügen anstelle der Rosinen getrocknete Pfirsiche, Orangen, Pflaumen hinzu, die
Sie vorher eine Nacht lang in starkem Tee eingelegt haben.
Lamm und Hummer, Kohl und Äpfel sind wesentliche Bestandteile der
Irischen Küche und natürlich auch die Whiskeysauce (von Irischem Whiskey,
versteht sich) bzw. Cider/Cidre (Art Apfelwein).
UNIX AG (Uni Kaiserlautern)
Die irische Hausmannskost: Dodgers (Käsepfannkuchen), Lachssteak in
Sauerampfersauce, Irish Scones (süß), Potato Cakes (Snacks) und mehr.
THE OLIVER ST. JOHN GOGARTY
Ein bisschen Exquisiteres in irischer Zubereitung: Duck Liver Pate
(Entenleber Pastete), Grilled Pork und anderes.
... muss aber doch noch gemacht werden: Es gibt eine Menge
tollere Kochstile als den Irlands und es gibt viel bessere Rezepte als die
irischen.
Warum trotzdem irische Rezepte so häufig (auch im Internet) nachgefragt werden,
kann also nur an einem liegen: An dem ungeheuren Flair, den das Irische
schlechthin in der ganzen Welt ausstrahlt.
Deshalb sollte man, wenn man irische Speisen genießt, auch in irischer Stimmung
sein. Und wenn man sich nicht gerade in einem, der zum Glück allenortes
vorhandenen Irish Pubs befindet, dann werden irische Rezepte (samt dem
eigentlich recht faden Kürbis) am besten im Rahmen einer irisch angelegten
Party zur Geltung kommen - am St. Patricks Day, zu Halloween und wann immer man
sich zwischendurch einmal irisch fühlt. Slainte!
Besuchen Sie auch unsere St.
Patricks Day/Irland Seiten. Irischer können Sie sich gar nicht fühlen...