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Knecht Ruprecht |
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Ursprünglich war er der bärtige und vermummte
Begleiter des heiligen Nikolaus, dessen Festtag, der 6.12. vielerorts schon im
Mittelalter als Beschertag für die Kinder begangen wurde. Auch als Ruprecht,
Knecht Nikolaus, Nickel, Pelznickel, Pelzmäntel, Hans Muff, Hans Trab (Elsass),
oder Krampus wie in Österreich, zog er in pelzbesetzter Kleidung, meist mit
einer Rute in der Hand und einem Sack voller Geschenke über der Schulter, von
Tür zu Tür. Im Verlauf der Entwicklung des Brauchtums wurde der Knecht Ruprecht
bisweilen dem Heiligen gleichgesetzt, dann aber vom Nikolaus getrennt und
schließlich zu einem selbständigen Geschenkbringer, der den Kindern am
Nikolausabend (5. 12.) Nikolaustag (6.12.) oder am Heiligabend als
Weihnachtsmann oder Begleiter des Christkindes seine Gaben beschert. Die Figur Hans Trapp geht auf einen Hofmarschall des Kurfürsten von der Pfalz zurück, der Hans von Dratt hieß und seine Bauern im 16. Jahrhundert so drangsaliert hatte, dass er in Südwestdeutschland zum Kinderschreck geworden ist. (Abb. Seite 4546) In manchen Gegenden kennt man den Erbsbär, der in den Kämpfen zwischen Sommer und Winter in einem Zottelgewand aus Erbsenstroh auftaucht und begleitet von einem Engel und einem Teufel von Hof zu Hof zog. |